Foto    Chemie für Bauingenieure

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Anliegen der Vorlesung

Die Chemie für Bauingenieure stellt weder ein Sondergebiet dar, noch fußt sie auf anderern Grundlagen als die Chemie für Polygrafen, Maschinenbauer oder Chemiker. Die Überschrift Chemie für Bauingenieure soll lediglich auf eine Auswahl aus dem umfangreichen Wissensgebiet der Chemie hinweisen, die von mir unter dem Blickpunkt der spezifischen Belange eines Bauingenieurs bzw. Architekten getroffen wurde.
Die sich für ingenieurtechnische Studiengänge einschreibenden Studenten weisen auf Grund verschiedener Ausbildungswege, insbesondere aber auf Grund vielfältiger Wahl- und Abwahlmöglichkeiten des "modernen" Gymnasiums höchst unterschiedliche (leider häufig mangelhafte!) naturwissenschaftliche Vorkenntnisse auf. Deshalb halte ich es für notwendig, auch die chemischen Grundlagen kurz darzustellen. Denn es sind häufig fehlende Grundbegriffe, wie z.B. die stöchiometrische Wertigkeit, das Aufstellen von Formeln und Redoxgleichungen, der Säure-Base- bzw. der Redox-Begriff usw., die dem Studenten das Verständnis praktischer Prozesse erschweren.
Ein besonderes Anliegen ist es mir, dort wo es sich anbietet, den Bezug zu ökologischen Problemen unserer Zeit herzustellen. Ozonabbau und Sommersmog, Klimawandel und Waldsterben, FCKW-Verbot, Eutrophierung und Dioxinbelastung sind Themen, die heute in jede moderne ingenieurtechnische Ausbildung Eingang finden müssen. So unterliegen die in den Bauwerken verwendeten Materialien Umwelteinflüssen unterschiedlichster Art. Durch aggressive Stoffe initiierte chemische Umsetzungen können zu Schädigungen bis zur Zerstörung der Bausubstanz führen. Deshalb wird die Diagnose und Behandlung von Bauschäden künftig an Bedeutung gewinnen.