Sam Keen "Wider die Leere in unserer Zeit" 1996 Kabel Verlag, Hamburg Eine praktische Philosophie für den Alltag "Hymns to an unknown god" 1994 Bantam Books, New York ISBN 3-8225-0346-0, 311 S. Inhalt ------ Sehnsucht Das Sterben der Götter und das Erwachen des Geistes Die Fragen leben Die eigene spirituelle Autobiographie Annäherungen an einen unbekannten Gott Das Heilige Der Weg durch die Seelenlandschaft Sinnlichkeit Sensualität Geschlechtlichkeit, Sex Tiere und fließendes Wasser Eine Gemeinschaft des Mitgefühls schaffen Tod: Die letzte Frage Die Tage des Lebens mit dem Heiligen Schlüsselworte -------------- mythisch, spirituell, ich, Selbst, Transzendenz, Sinn, Wahrheit, heilig, Leben, Mensch, Gemeinschaft, Berufung, Mitgefühl, Verzweiflung, Desillusionierung, Ehrfurcht, Staunen, Tod, Schuld, Ent-täuschung, ein-Sam, Sehnsucht, Träume, condition humaine, Gott, Hingabe, Seele, Sein, Wasser, Schöpfer, Geist, Liebe, Wachstum, Zeit (kairos, chronos), Reise, Sakrament, Ritual, Symbol, Dämon, Unsterblichkeit, Ewigkeit, Gnade, Dankbarkeit, Bewußtsein, Heilung, Licht, Vision, Berufung, Fremde, Inkarnation, Fleisch, Schatten, Vertrauen, Böse, Metanoia(?), Epiphanie(?), Glauben, Individualität, Sensualität, Gefühl, Buddhismus, Familie, Technik, Wirtschaft, Agnostiker, LSD, säkulär Meine Worte ----------- Am Ende des Anfangs findet man diese Skizze: Von links nach rechts ist eine Sonne, eine Wüste, ein Abgrund und ein Wald zu sehen. Die Wüste ist völlig eben, außer den Erhebungen - Zweifel, an den der Schatten des Zweifels gebunden ist, - ruhiges Bewußtsein - sicheres Wissen - absolute Überzeugung. Aber geht man weiter, so gelangt man an den Abgrund, an dem alle Sicherheit und alle Überzeugungen verlorengehen. Der Wald wurde mit dem Wort Weisheit überschrieben. Aus dem Schatten des Zweifels heraustreten. Sams Buch enthält zwangsläufig viele autobiographische Fakten. Er kommt aus einer <a href="???">presbyterianisch</a>en (Glaubensrichtung) Familie, studierte in Harvard Theologie, promovierte in Princeton, arbeitete bei der Zeitschrift "Psychology today". Aber es geht nicht um ihn allein. Im Kapitel "Die Fragen leben", wo dann Fragen kamen wie "Was wünsche ich?", "Wer bin ich?", "Kann ich lieben?", "Bin ich frei?", "Woran leide ich?" war ich kurz davor, das Buch wegzulegen. Es erinnerte mich irgendwie an Bücher, die Bibeln von Sekten sind. Aber es fällt mir schwer, ein Buch nicht vollständig zu lesen. Soll ich die wenige Vollständigkeit, die ich erreichen kann nicht zu erreichen versuchen? Sam versucht, mit dem Buch den Beginn der spirituellen Reise des Lesers nach dem unbekannten Gott zu liefern. Er spricht von einem Berg, dessen Gipfel immer von Wolken umlagert sind. Wir stehen am Fuße des Berges. Der Berg hat viele Namen - Mount Analogue, Berg Sinai, Berg der Oliven, Olymp, Mount Heru, Harney peak, Mount Kilas, Fujijama, Arachat. Er redet von Vernunft, Handauflegen, <a href="meta">Atem</a>, seinem und meinem eigenen Tod. Es ist komisch, ein Buch zu lesen, das in Dir manchmal das Gefühl hervorruft, welches meint "Lies mich nicht!". Aber geschrieben hat er das Buch, damit er sich selbst versteht UND damit andere das lesen können. Lieber Leser, ich schreibe <a href=".">das hier</a> ja auch für Dich und mich. Also hör auf zu lesen und wisse. Worte im Buch ------------- Wenn ein Mann der Straße sicher sein will, auf der er wandelt, muß er die Augen schließen und im Dunkeln gehen. (Johannes vom Kreuz "Die dunkle Nacht der Seele") Forschen sie nicht nach den Antworten... Leben sie jetzt die Fragen. (Rainer Maria Rilke) Mönch: Alle diese Berge und Flüsse und die weite Erde - woher kommen sie? Meister: Woher kommt deine Frage? Im leuchtenden Dunkel, in dem wir auf die Reise gehen, sind wir oft einsam, aber nie allein. Der Straße überdrüssig, überwältigt von der Größe der Schwierigkeiten, denen wir uns in unseren kurzen Tagen stellen müssen, sind wir versucht, zu verzweifeln oder uns mit einem billigen Optimismus zu begnügen. Doch tief in unserem Geist werden wir bewegt und aufgefordert, dieses unablässige Abenteuer mit dem sich sehnenden, ruhelosen und schöpferischen Einen zu unternehmen, der sich - auch wenn er mit zehntausend verschiedenen Namen Gott genannt wird - immer noch in wundersames Schweigen hüllt. S.272 Der letzte Satz --------------- Vertrauen sie der leuchtenden EVOLFMIFJU (codiert, sorry). Ich? habe? das letzte? Wort? ---------------------------- (S.98) Das Abenteuer ist offen. (S.170, aus dem Johannesevangelium) Und das Wort ward Fleisch.