[Mein Logo]

 

Ich spare mir einzelne Seiten:

  1. Nachdenken über meine Homepage
  2. Nachdenken über Homepages
  3. Nachdenken über das Internet

 
 

    Nachdenken über meine Homepage

Wie ist das mit viel Text?

Ich schreibe gern viel Text. Leider habe ich die unangenehme Eigenschaft, mich immer kurz fassen zu können. Dadurch, daß man als Surfer im Internet meist von den Telefongebühren gehetzt wird, besteht eine gewisse Abscheu vor langen Texten. Aber gedanklicher - nicht informatorischer - Inhalt läßt sich nun mal nicht in einem Satz unterbringen, ohne nur die Leute zu erreichen, die ihn ohnehin schon kennen. Ja, ich versuche, gedanklichen Inhalt rüberzubringen.
 

Wozu überhaupt?

Warum schreibt jemand ein Tagebuch? Diese Situation ist nicht ganz die gleiche, aber vergleichbar. Einem Tagebuch kann man vertrauen. Man schreibt es, und niemand soll es lesen. Oder doch? Ganz ähnlich wie Gedanken in ein Tagebuch investiert werden, investiere ich Gedanken in meine Homepage; sie sind halt nur nicht chronologisch aufgereiht. Was mir an einem Tagebuch außerdem noch nicht gefällt ist, daß es nicht antworten kann. Du kannst es. Lieber Leser, laß dir das durch deinen Kopf gehen, ich benutze dich als mein Tagebuch! Also ich würde mich beschweren über diese Dreistigkeit!
Klarer Zweck: Mail, deine Zeit
 

Das Hintergrundbild hat große Bedeutung für den Gesamteindruck.

Schön. Ich habe immer Probleme mit dem Kontrast.
 

Wer bin ich?

Der, der mir diese Frage am häufigsten stellt. Meine Homepage ist ein Ergebnis dieser Konfrontation mit dieser klassischen philosophischen Fragestellung. Ich bin noch nicht fertig.
 

Zuviel schreiben?

Als mein Vater das erste mal meine Homepage sah, meinte er, ich breitete meine ganze Persönlichkeit vor aller Welt aus. Das geht nicht. Wenn du wüßtest, wer ich bin (Mist, jetzt hab ich mich im Kontext von bin vergriffen). Ich will mich einfach nicht in drei Sätzen zusammenfassen lassen. Ich heiße Michael Bunk und studiere Informatik. Ich höre gern Musik und fahre Rad. Ich bin Nichtraucher. Ich will meine Homepage zu einem bodenlosen Irrgarten machen. Vor einigen Monaten habe ich ihr trotz allem noch etwas Struktur beigebracht. Also wird sie komplex werden müssen. Strukturiert, geordnet, bodenlos.


Nachdenken über Homepages

Es ist schon verwunderlich, da fängt man an, seine Homepage zu schreiben, man kann schreiben über was man will, die eigene Meinung, man hat alle Freiheiten der Welt, alle Türen stehen offen - und was steht auf den meisten Homepages? Ein paar kümmerliche Links, Wiederholungen und Abschriften schonmal gelesener Sachen... Bist Du das, großes Internet?

Natürlich, da das Internet groß ist, enthält es auch Müll. Aber so unverhältnismäßig viel? Ich habe schon viele Schriftstücke gesehen, die erläutern, wie man von technischer Seite her an eine Seite im WWW herangeht, aber noch keines, das die inhaltliche Seite beleuchtet. (Vielleicht liegt das aber auch an der Vielfalt der Möglichkeiten.) Warum auch, schreiben kann doch (fast) jeder bei uns... Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß sich mancher ganz einfach sagt, meine Homepage soll nur kurz erzählen, wer ich bin, meine wichtigsten Links enthalten und das wars.

Das war es nicht. Das ist ja gerade die Einstellung, die mich zu meiner Schwarzmalerei treibt. Wer will soetwas schon lesen? Ein Lebenslauf; wieviele hat die Welt schon gesehen? Wie einfach läßt sich mit einer computergenerieren. Ein paar Links - hm, toll. Wir brauchen keine Suchmaschinen mehr. Bald werden Homepages nur noch aus Links bestehen. Dann brauchen wir keine Homepages mehr.

Zumindest sehe ich das so. Ich hasse einfach Seiten, die der Vollständigkeit halber geschrieben wurden. Ich hasse die Gedankenlosigkeit, die dahintersteht. Es paßt einfach nicht zur Natur des Webs. Die Grenzen der 3Dimensionalität wurden gesprengt für sowas? Cyberspace, oh Cyberspace, Dein Herz ist groß.

Ganz witzig finde ich die "Links zu Freunden". Man fügt sie ein als gute Geste, als Zeichen der Großzügigkeit, man verschenkt ja Traffic.

Einige Punkte zur Gestaltung von Webpages nach meinem Geschmack:

  1. Inhalt
  2. sinnvolle Anordnung des Inhalts - Datensalat schmeckt nicht
  3. gegen die Anonymität, ich identifiziere mich mit meiner Homepage
  4. nicht vergessen, wir machen eine neue Art Kunst, eine neue Art Literatur (der zentrale Punkt sind die Links, denn sie sind einfach ein noch nie dagewesenes Stilmittel)
  5. Wiederholungen sind unnötig, da man zurückblättern kann
  6. Was sagt eine Homepage, die geschrieben wurde, um HTML/Java zu lernen, aus? Ich kann fünf Buchstaben eingeben. Oder: Ich habe einen guten HTML-Editor.
  7. Nicht der Vollständigkeit halber, auf die schnelle, nur um auch eine Homepage zu haben.
  8. Kaum Frames verwenden. Sie nehmen so viel wertvollen Platz weg.
  9. Eine gute Page wird häufig aktualisiert, der Satz Diese Seite ist im Bau. ist so selbstverständlich, daß er überflüssig sein sollte.
  10. Rechtschreibfehler raussortieren :-)
  11. Das Übliche: Html-Fehler checken lassen
  12.  gut lesbare Schrift (ausreichender Kontrast zum Hintergrund)

Ich finde die Möglichkeiten von Hypertext faszinierend.
Ich weiß, daß ich selbst nicht alle meine Punkte erfülle.

Nachdenken über das Internet

Erstmal nur ein faszinierender Gedanke: Wie ist das mit Ewigkeit auf der Datenautobahn?
Ich meine, wo bleibt die Geschichte im Netz?

  1. [Ich]

© Michael Bunk www.imn.htwk-leipzig.de/~bunk Letzte Änderung: Netscape könnte es Dir sagen