Algorithmus (vgl. VL Alg. und Datenstr.)
Vorschrift zur Lösung einer Aufgabe
Programm (vgl. VL zu (Anwendungsorientierter) Progr.)
Realisierung eines Algorithmus in konkreter Programmiersprache, zur Ausführung durch Maschine
Programmiersprache
bietet Ausdrucksmittel zur Realisierung von Algorithmen als Programme
§6 (2) …Der Zuteilungsdivisor ist so zu bestimmen, dass insgesamt so viele Sitze auf die Landeslisten entfallen, wie Sitze zu vergeben sind. Dazu wird zunächst die Gesamtzahl der Zweitstimmen aller zu berücksichtigenden Landeslisten durch die Zahl der jeweils nach Absatz 1 Satz 3 verbleibenden Sitze geteilt. Entfallen danach mehr Sitze auf die Landeslisten, als Sitze zu vergeben sind,…
§6 (5) Die Zahl der nach Absatz 1 Satz 3 verbleibenden Sitze wird so lange erhöht, bis jede Partei bei der zweiten Verteilung der Sitze nach Absatz 6 Satz 1 mindestens die bei der ersten Verteilung nach den Absätzen 2 und 3 für sie ermittelten zuzüglich der in den Wahlkreisen errungenen Sitze erhält, die nicht nach Absatz 4 Satz 1 von der Zahl der für die Landesliste ermittelten Sitze abgerechnet werden können.
Wo ist die öffnende Klammer für die Muskatnuß?

(HMF Food Production, Dortmund, 2022)
vgl. Syntax von LISP (John McCarthy 1958),
z.B.
ein typisches Projekt besteht aus:
Datenbank: SQL
Verarbeitung: Java
Oberfläche: HTML
Client-Code: Java-Script
und das ist noch nicht die ganze Wahrheit:
nenne weitere Sprachen, die üblicherweise in einem solchen Projekt vorkommen
David Gries (1981) zugeschrieben, zitiert u.a. in McConnell: Code Complete, 2004. Unterscheide:
programming in a language
Einschränkung des Denkens auf die (mehr oder weniger zufällig) vorhandenen Ausdrucksmittel
programming into a language
Algorithmus Programm
Ludwig Wittgenstein: Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt (sinngemäß — Ü: Original?)
Folklore:
A good programmer can write LISP in any language.
wird benutzt, um Ideen festzuhalten/zu transportieren (Wort, Satz, Text, Kontext)
wird beschrieben durch
Lexik
Syntax
Semantik
Pragmatik
natürliche Sprachen / formale Sprachen
weitgehend übereinstimmende Konzepte.
LISP (1958) Perl PHP Python Ruby Javascript Clojure: imperativ, (funktional),
nicht statisch typisiert (d.h., unsicher und ineffizient)
Algol (1958) Pascal C Java C#
imperativ, statisch typisiert
ML (1973) Haskell:
statisch typisiert, generische Polymorphie
echte Unterschiede („Neuerungen“) gibt es auch
CSP (1977) Occam (1983) Go: Prozesse, Kanäle
Clean (1987) Rust (2012): Lineare Typen
Coq (1984) Agda (1999) Idris: dependent types
Syntax: konkrete (für Zeichenfolgen), abstrakte (Bäume)
Hierarchien (baumartige Strukturen)
einfache und zusammengesetzte (arithmetische, logische) Ausdrücke
einfache und zusammengesetzte Anweisungen
(strukturierte Programme)
Komponenten (Klassen, Module, Pakete)
Semantik: statische (vor Ausführung), dynamische
Typen (Code-Prüfung und -Erzeugung vor Ausführung)
Namen: stehen für Werte, gestatten Wiederverwendung
flexible Wiederverwendung durch Parameter (Argumente)
Unterprogramme: Daten, Polymorphie: Typen
imperativ
Programm ist Folge von Befehlen
(Befehl bewirkt Zustandsänderung)
deklarativ (Programm ist Spezifikation)
funktional (Gleichungssystem)
logisch (logische Formel über Termen)
Constraint (log. F. über anderen Bereichen)
objektorientiert (klassen- oder prototyp-basiert)
nebenläufig (nichtdeterministisch, explizite Prozesse)
(hoch) parallel (deterministisch, implizit)
Arbeitsweise: Methoden, Konzepte, Paradigmen
isoliert beschreiben
an Beispielen in (bekannten und unbekannten) Sprachen wiedererkennen
Ziel:
verbessert die Organisation des vorhandenen Wissens
gestattet die Beurteilung und das Erlernen neuer Sprachen
hilft bei Entwurf eigener (anwendungsspezifischer) Sprachen
Grundlagen der Informatik, der Programmierung:
strukturierte (imperative) Programmierung
Softwaretechnik/Projekt
objektorientierte Modellierung und Programmierung, funktionale Programmierung und OO-Entwurfsmuster
Compilerbau: Implementierung v. Syntax u. Semantik
(SS 22) Fortgeschrittene Konzepte in Progr.-Spr., (SS 26) Esoterische Progr.-Spr., …
Anwendungsspezifische Sprachen und Paradigmen:
Datenbanken, Computergrafik, künstliche Intelligenz, Web-Programmierung, parallele/nebenläufige Programmierung
Vorlesung
Hausaufgaben (ergibt Prüfungszulassung)
mit diesen Aufgaben-Formen:
individuell online (autotool)
https://autotool.imn.htwk-leipzig.de/new/semester/102/vorlesungen
in Gruppen (je 2 Personen)
Präsentation und Bewertung in Übung (3 mal)
Koordination: Projekt (Wiki, Issues) https://gitlab.dit.htwk-leipzig.de/sws/pps-ws26
Klausur: 120 min, ohne Hilfsmittel
Skript, Aufgaben usw. erreichbar von
Zum Vergleich/als Hintergrund:
Abelson, Sussman, Sussman: Structure and Interpretation of Computer Programs, MIT Press 1984
Robert W. Sebesta: Concepts of Programming Languages, Addison-Wesley 2004, …
Turbak, Gifford: Design Concepts of Programming Languages, MIT Press 2008
(nach Sebesta: Concepts of Programming Languages)
Methoden: (3) Beschreibung von Syntax und Semantik
Konzepte:
(5) Namen, Bindungen, Sichtbarkeiten
(6) Typen von Daten, Typen von Bezeichnern
(7) Ausdrücke und Zuweisungen, (8) Anweisungen und Ablaufsteuerung, (9) Unterprogramme
Paradigmen:
(12) Objektorientierung ( (11) Abstrakte Datentypen )
(15) Funktionale Programmierung
Bei Vorführung: Pool-Rechner benutzen (nicht mitgebrachte eigene) (Chancengleichheit, Reproduzierbarkeit), große (Control-Plus), schwarze Schrift auf weißem Grund
WS 26: 7, 5, 9 (Ersatz: 4)
Lesen Sie E. W. Dijkstra: On the foolishness of "natural language programming" https://www.cs.utexas.edu/users/EWD/transcriptions/EWD06xx/EWD667.html
und beantworten Sie
womit wird “einfaches Programmieren” fälschlicherweise gleichgesetzt?
welche wesentliche Verbesserung brachten höhere Programmiersprachen, welche Eigenschaft der Maschinensprachen haben sie trotzdem noch?
warum sollte eine Schnittstelle narrow sein?
welche formalen Notationen von Vieta, Descartes, Leibniz, Boole sind gemeint? (jeweils: Wissenschaftsbereich, (heutige) Bezeichnung der Notation, Beispiele)
warum können Schüler heute das lernen, wozu früher nur Genies in der Lage waren?
Übersetzen Sie den Satz “the naturalness …obvious”.
Geben Sie dazu jeweils an:
die Meinung des Autors, belegt durch konkrete Textstelle und zunächst wörtliche, dann sinngemäße Übersetzung
Beispiele aus Ihrer Erfahrung
zu John C. Reynolds: Some Thoughts on Teaching Programming and Programming Languages 2008, von An additional reason for teaching programming languages… bis Ende:
Warum wird auf Turing-Vollständigkeit verwiesen?
Geben Sie Beispiele aus Ihrer Erfahrung für problematische input formats, oder problemfreie.
partial list of the kind of capabilities…: ordnen Sie die Listenelemente konkreten Lehrveranstaltungen zu (bereits absolvierte oder noch kommende)
zu Skriptsprachen: finde die Anzahl der
"*.java"-Dateien unter $HOME/workspace, die
den Bezeichner String enthalten (oder eine ähnliche
Anwendung) (Benutze eine Pipe aus drei Unix-Kommandos.)
Lösungen:
find workspace/ -name "*.java" | xargs grep -l String | wc -l
find workspace/ -name "*.java" -exec grep -l String {} \; | wc -l
Das dient als Wiederholung zur Benutzung von Unix (GNU/Linux): führen Sie vor:
eine Shell öffnen
in der Manpage von find die Beschreibung von
-exec anzeigen. Finden Sie (mit geeignetem Shell-Kommandos)
den Quelltext dieser Manpage, zeigen diesen an. (Wie benutzt man
man? so: man man.)
(2024 – was war hier los?
was bedeutet der senkrechte Strich? in welcher Manpage steht das? in welcher Vorlesung war das dran?
funktionales Programmieren in Haskell (http://www.haskell.org/)
ghci
:set +t
length $ takeWhile (== '0') $ reverse $ show $ product [ 1 .. 100 ]
zeigen Sie (den Studenten, die das noch nicht gesehen haben), wo
die Software (hier ghc) im Pool installiert ist, und wie
man sie benutzt und die Benutzung vereinfacht
(PATH)
Werten Sie den angegebenen Ausdruck aus sowie alle Teilausdrück
([1..100], product [1..100], usw.
den Typ von reverse durch ghci anzeigen
lassen
nach diesem Typ in https://hoogle.haskell.org/ suchen. (Einschränken auf
package:base) Die anderen (drei) Funktionen dieses Typs
aufrufen.
eine davon erzeugt unendliche Listen, wie werden die im Speicher repräsentiert, wie kann man sie benutzen? (Am Beispiel zeigen.)
PostScript
42 42 scale 7 9 translate .07 setlinewidth .5 setgray/c{arc clip fill
setgray}def 1 0 0 42 1 0 c 0 1 1{0 3 3 90 270 arc 0 0 6 0 -3 3 90 270
arcn 270 90 c -2 2 4{-6 moveto 0 12 rlineto}for -5 2 5{-3 exch moveto
9 0 rlineto}for stroke 0 0 3 1 1 0 c 180 rotate initclip}for showpage
In eine Text-Datei what.ps schreiben (vgl. Aufgabe [aufg:edit]) ansehen mit
gv what.ps (im Menu: State
watch file).
Mit Editor Quelltext ändern, Wirkung betrachten.
Ändern Sie die Strich-Stärke!
wie funktioniert die Steuerung einer Zählschleife?
warum ist PostScript: imperativ? strukturiert? prozedural?
führen Sie wenigstens ein weiteres ähnliches PostScript-Programm vor (kurzer Text, aber nichttriviale Rechnung). Quelle angeben, Programmtext erklären!
In SICP 1.1 werden drei Elemente der Programmierung genannt. Illustrieren Sie diese Elemente durch Beispiele aus https://web.archive.org/web/20241109065141/https://www.99-bottles-of-beer.net/
Führen Sie nach Möglichkeit vor (im Pool, nicht in Web-Oberfläche von Dritt-Anbietern).
Stellen Sie Ihren Browser datenschutzgerecht ein (Wahl des Browsers, der Default-Suchmaschine, Blockieren von Schadsoftware.)
In einem neuen Firefox-Profil (about:profiles) ausprobieren und diskutieren: Umatrix (dessen Log betrachten), Temporary Containers.
Vgl.
(hat selbst viele Tracker!) und weitere.
erklären Sie https://xkcd.com/378/.
führen Sie die vier genannten Editoren vor, in dem Sie jeweils eine einzeilige Textdatei erzeugen.
durch (möglichst kurzes) Programm in einer Programmiersprache Ihrer Wahl: bestimmen Sie den längsten Satz aus Thomas Mann: Zauberberg (https://www.gutenberg.org/ebooks/65661). Drücken Sie dessen Struktur durch Klammern oder Einrückungen aus (wie bei einem Programmtext).
für Programmtexte unterscheiden wir:
Syntax Form, Bsp.: Zeichenfolge, Diagramm (Graph)
Semantik Bedeutung, Bsp.: Typ, Wert, Wirkung
bei Syntax unterscheiden wir:
konkrete Syntax (was wir sehen): Zeichenfolge
abstrakte Syntax (was wir meinen): Baum
der abstrakte Syntaxbaum ermöglicht syntaxgesteuerte Semantik ( Induktion über den Baum)
konkrete Syntax begründet durch technische Entwicklung von Ein- und Ausgabegeräten (Fernschreiber)
(links) Ein Mitarbeiter überträgt einen Text auf einen Lochstreifen, Kieler Nachrichten 1973, Wikimedia CC-BY-SA 3.0
(rechts) Lochband-Editiervorrichtung (Lochmaske, rot: Klebeband) (Technische Sammlungen Dresden)
Schreibmaschine für Ein- und Ausgabe (Bediendrucker)
ist Vorbild für elektronische Text-Ein- und -Ausgabegeräte

(links) VT 100, 1978, DEC (Digital Equipment Corporation) (Wikimedia, CC BY 2.0)
(rechts) Gnome Terminal 3.56.3 for Gnome 48,
Betriebssystem Schnittstelle zwischen Anwenderprogramm und Hardware (Zugriff auf Prozessor, Hauptspeicher, Massenspeicher, E/A-Geräte;
Dienstprogramme: Kommandozeilen-Intepreter, Editor)
Geld verdienen mit Hardware, Software (OS, Compiler) war Zugabe, lief aber nur dort. (FORTRAN, IBM 1958)
OS/360 (IBM, 1964) Brooks: The Mythical Man-Month, 75
UNIX (Thomson, Ritchie, Bell Labs 1969) portabel (C)
GNU (GNU’s not Unix) (Stallmann 1984) freie Software
Dienstprogramme (bash, emacs), separat: Kernel (Hurd)
Linux (Torvalds 1991) Kernel für i368
Debian (Murdock 1993) ist GNU/Linux-Distribution
ein Programmtext repräsentiert eine Hierarchie (einen Baum) von Teilprogrammen
Die Semantik des Programmes wird durch Induktion über diesen Baum definiert.
dieses Prinzip kommt aus der Mathematik (arithmetische Ausdrücke, logische Formeln, Beweise — sind Bäume)
In den Blättern des Baums stehen Token,
jedes Token hat einen Inhalt (eine Zeichenkette, Bsp
12.34E5) und eine Klasse (Bsp
Gleitkomma-Literal)
reservierte Wörter (if, while, class, …)
Bezeichner (foo, bar, …)
Literale für ganze Zahlen, Gleitkommazahlen, Strings, Zeichen, …
Trenn- und Schlußzeichen (Komma, Semikolon)
Klammern (runde: paren(these)s, eckige: brackets, geschweifte: braces, spitze: angle brackets)
Operatoren (=, +, &&, …)
Leerzeichen, Kommentare (whitespace)
alle Token einer Klasse bilden eine formale Sprache.
ein Alphabet ist eine Menge von Zeichen,
ein Wort ist eine Folge von Zeichen,
eine formale Sprache ist eine Menge von Wörtern.
Beispiele:
Alphabet ,
Wort ,
Sprache Menge aller Wörter über gerader Länge.
Sprache (Menge) aller Gleitkomma-Literale in C.
Ada (2012) http://www.ada-auth.org/standards/rm12_w_tc1/html/RM-2-4.html
Beispiele (Elemente der Literalmenge)
12 0 1E6 123_456 -- integer literals
12.0 0.0 0.456 3.14159_26 -- real literals
formale Definition der Literalmenge
numeric_literal ::= decimal_literal | based_literal
decimal_literal ::= numeral [.numeral] [exponent]
numeral ::= digit {[underline] digit}
exponent ::= E [+] numeral | E - numeral
digit ::= 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9
benutzt eine Notation f. reguläre Ausdrücke
man kann eine formale Sprache beschreiben:
algebraisch (Sprach-Operationen)
Bsp: reguläre Ausdrücke
generativ (Grammatik), Bsp: kontextfreie Grammatik,
durch Akzeptanz (Automat), Bsp: Kellerautomat,
logisch (Eigenschaften),
Aus Sprachen konstruiere:
Mengenoperationen
Vereinigung ,
Durchschnitt , Differenz ;
Verkettung
Stern (iterierte Verkettung)
Def: Sprache regulär kann durch diese Operationen aus endlichen Sprachen konstruiert werden.
Satz: Durchschnitt und Differenz braucht man dabei nicht.
Die Menge
der regulären Ausdrücke
über einem Alphabet (Buchstabenmenge)
ist die kleinste Menge
,
für die gilt:
für jeden Buchstaben
(autotool: Ziffern oder Kleinbuchstaben)
das leere Wort
(autotool: Eps)
die leere Menge
(autotool: Empty)
wenn , dann
(Verkettung)
(autotool: * oder weglassen)
(Vereinigung)
(autotool: +)
(Stern, Hülle)
(autotool: ^*)
Jeder solche Ausdruck beschreibt eine reguläre Sprache.
Wir fixieren das Alphabet .
alle Wörter, die mit beginnen und mit enden: .
alle Wörter, die wenigstens drei enthalten
alle Wörter mit gerade vielen und beliebig vielen ?
Alle Wörter, die ein oder ein enthalten:
(Wie lautet das Komplement dieser Sprache?)
zusätzliche Operatoren (Durchschnitt, Differenz, Potenz),
die trotzdem nur reguläre Sprachen erzeugen
Beispiel:
ähnlich in Konfiguration der autotool-Aufgaben
zusätzliche nicht-reguläre Operatoren
Beispiel: exakte Wiederholungen $L^{\fbox{$k$}} := \{ w^k \mid w\in L \}$
Bsp.: $(ab^*)^{\fbox{2}} = \{aa, abab, abbabb, ab^3ab^3, \dots\}\notin\mathsf{REG}$
Markierung von Teilwörtern, definiert (evtl. nicht-reguläre) Menge von Wörtern mit Positionen darin
die richtige Methode ist Kompilation des RE in einen endlichen Automaten
Ken Thompson: Regular expression search algorithm, Communications of the ACM 11(6) (June 1968)
wenn nicht-reguläre Sprachen entstehen können (durch erweiterte RE), ist keine effiziente Verarbeitung (mit endlichen Automaten) möglich.
auch reguläre Operatoren werden gern schlecht implementiert.
Russ Cox: Regular Expression Matching Can Be Simple And Fast (but is slow in Java, Perl, PHP, Python, Ruby, ...), 2007
Wie beweist man ?
(Wort gehört zur Sprache eines regulären Ausdrucks )
wenn :
beweise oder beweise
wenn :
zerlege und beweise und beweise .
wenn :
wähle einen Exponenten und beweise (nach vorigem Schema)
Beispiel: .
.
(ohne Wertung, zur Wiederholung und Unterhaltung)
was ist jeweils Eingabe und Ausgabe für: lexikalische Analyse, syntaktische Analyse?
warum werden reguläre Ausdrücke zur Beschreibung von Tokenmengen verwendet? (was wäre die einfachste Alternative? für welche Tokentypen funktioniert diese?)
ist Monoid, aber keine Gruppe
ist Halbring (ergänzen Sie die neutralen Elemente)
In jedem Monoid: Damit immer gilt, muß man wie definieren?
Aufgaben zu regulären Ausdrücken: autotool. Das ist Wiederholung aus VL Theoretische Informatik—Automaten und Formale Sprachen.
WS 26: 1, (3 oder 4 oder 5), 9.
Für jedes Monoid definieren wir die Teilbarkeits-Relation
Geben Sie Beispiele , an in den Monoiden
Zeigen Sie (nicht für ein spezielles Monoid, sondern allgemein): die Relation ist reflexiv und transitiv.
Ist sie antisymmetrisch? (Beweis oder Gegenbeispiel.)
NB: Beziehung zur Softwaretechnik:
„Monoid“ ist die Schnittstelle (API, abstrakter Datentyp),
ist eine Implementierung (konkreter Datentyp).
„allgemein zeigen“ bedeutet: nur die in den Axiomen des ADT (API-Beschreibung) genannten Eigenschaften benutzen
Zeichnen Sie jeweils das Hasse-Diagramm dieser Teilbarkeitsrelation
für , eingeschränkt auf
für , eingeschränkt auf
für
für auf
Geben Sie eine Halbordnung auf an, deren Hasse-Diagramm ein auf der Spitze stehendes Quadratnetz ist.
Diese Halbordnung soll intensional angegeben werden (durch eine Formel), nicht extensional (durch Aufzählen aller Elemente).
Führen Sie vor (auf Rechner im Pool Z430, vorher von außen einloggen und probieren)
Editieren, Kompilieren, Ausführen eines kurzen (maximal 3 Zeilen) Pascal-Programms
Der Compiler fpc (https://www.freepascal.org/) ist installiert
(/usr/local/waldmann/opt/fpc/latest).
(Zweck dieser Teilaufgabe ist nicht, daß Sie Pascal lernen, sondern der Benutzung von ssh, evtl. tmux, Kommandozeile (PATH), Text-Editor wiederholen)
Zu regulären Ausdrücke für Tokenklassen in der Standard-Pascal-Definition https://archive.org/details/iso-iec-7185-1990-Pascal/
Welche Notation wird für unsere Operatoren und Stern benutzt? Was bedeuten die eckigen Klammern?
In Ihrem Beispiel-Programm: erproben Sie mehrere (korrekte und fehlerhafte) Varianten für Gleitkomma-Literale. Vergleichen Sie Spezifikation (geben Sie den passenden Abschnitt der Sprachdefinition an) und Verhalten des Compilers.
Dieser Compiler (fpc) ist in Pascal geschrieben. Was bedeutet das für: Installation des Compilers, Entwicklung des Compilers?
Führen Sie vor (wie und warum: siehe Bemerkungen vorige Aufgabe):
Editieren, Kompilieren (javac), Ausführen
(java) eines kurzen (maximal 3 Zeilen) Java-Programms.
Suchen und buchmarken Sie die Java Language Specification (Primärquelle in der aktuellen Version) Beantworten Sie damit (und nicht mit Hausaufgabenwebseiten und anderen Sekundärquellen):
gehören in Java
null
Namen für Elemente von Aufzählungstypen
zur Tokenklasse Literal, reserviertes Wort (Schlüsselwort), Bezeichner (oder evtl. anderen)?
Wo stehen die Token-Definitionen im javac-Compiler? https://hg.openjdk.java.net/jdk/jdk15/file/ (bzw.
aktuelle Version)
In Ihrem Beispiel-Programm: erproben Sie verschiedene Varianten von Ganzzahl-Literalen (siehe vorige Aufgabe)
Führen Sie vor (wie vorige Aufgaben): Kompilation und Ausführung eines sehr kurzen Ada-Programms
with Ada.Text_IO; use Ada.Text_IO;
procedure floating is
begin put_line (float'image( 2)); -- fehlerhafter Quelltext!
end floating;
Verwenden Sie den GNU Ada Translator, ist Teil von GCC (GNU Compiler Collection).
Ist im Pool installliert, siehe https://www.imn.htwk-leipzig.de/~waldmann/etc/pool/
Aufrufen mit gnatmake floating.adb (kompilieren und
linken), ausführen mit ./floating.
Erläutern Sie die Fehlermeldung durch Verweis auf den Sprachstandard. Setzen Sie passende Literale ein (ändern Sie den Rest des Programms nicht). Probieren Sie dabei alle Zweige und Optionen in den regulären Ausdrücken des Standards (2.4.1).
Im WS22 hatten Teilnehmer dieser LV diese Fehler im GNU Ada Translator (gnat, Teil von gcc) gefunden:
excessive compilation time for decimal literal—that should be rejected as type-error https://gcc.gnu.org/bugzilla/show_bug.cgi?id=107392
decimal literal with long exponent: Constraint Error https://gcc.gnu.org/bugzilla/show_bug.cgi?id=107391
Untersuchen Sie ähnliches für Compiler für andere Sprachen.
Suchen und diskutieren Sie „Wadler’s law (of language design)“.
Am Entwurf welcher Programmiersprachen war der Autor beteiligt? Welche Sprache hat er in einem aktuellen Lehrbuch benutzt?
Untersuchen Sie für (wenigstens) Java und Haskell, ob Block-Kommentare geschachtelt werden können. Belegen Sie durch
Sprachstandard (exakte Definition von Kommentaren)
und eigene Beispiele (einfachste Programme, die vom Compiler akzeptiert oder abgelehnt werden)
Gelten die Aussagen von Cox (2007) („but it’s slow in…“) jetzt immer noch? Überprüfen Sie das praktisch (die Testfälle aus dem zitierten Paper oder ähnliche).
Ein Sprach-Standard (Rust) definiert die Tokenklasse:
DEC_LITERAL → DEC_DIGIT ( DEC_DIGIT | _ )*
DEC_DIGIT → [0-9]
Ein anderer Sprach-Standard (ECMA-Script, vereinfacht) definiert diese Tokenklasse:
DecimalDigits ::
DecimalDigit
DecimalDigits DecimalDigit
DecimalDigits NumericLiteralSeparator DecimalDigit
DecimalDigit :: one of 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
NumericLiteralSeparator :: _
Begründen Sie durch ein konkretes Beispiel: die Mengen
DEC_LITERAL und DecimalDigits stimmen nicht
überein.
Welche Teilmengenbeziehung gilt und warum?
Geben Sie die Original-Quellen (Sprach-Standards) an.
Geben Sie die entsprechende Tokenklasse aus einem anderen Sprachstandard an und vergleichen Sie.